C 7 Geheimsprache und Verschlüsselung I

Der junge Alan Turing sitzt neben seinem Jugendfreund Christopher unter einem Baum, sie unterhalten sich.

ALAN: „Was liest du da gerade?“
CHRISTOPHER: „Was über Kryptographie.“
ALAN: „Also versteckte Nachrichten.“
CHRISTOPHER: „Nicht versteckt, nein. Das ist das Brillante. Jedermann kann die Nachrichten sehen, es weiß nur keiner, was sie bedeuten – außer, man hat den Schlüssel.“
ALAN: „Ist das nicht so, als ob man sich unterhält.“
CHRISTOPHER: „Sich unterhält?“
ALAN: „Wenn Menschen sich unterhalten, dann sagen sie nie, was sie meinen. Sie sagen etwas anderes und erwarten, dass einem einfach klar ist, was sie meinen. Aber ich verstehe es nie. Also inwiefern ist das anders?“
CHRISTOPHER: „Alan – ich habe das komische Gefühl, dass dir das ziemlich liegen wird.“  

Das Photo zeigt, wie jemand verschiedene Zeichen einer Geheimsprache in ein Heft einträgt.
Alan schreibt eine Nachricht an Christopher:

Verschlüsselungstechniken

Eine der einfachsten Methoden, Texte zu verschlüsseln, ist die Cäsar-Methode, benannt nach dem römischen Feldherrn und Kaiser. Dabei wird jeder Buchstabe durch einen Buchstaben ersetzt, der um eine bestimmte Position im Alphabet weiter vorne oder hinten steht.  

Beispiel:
Aus dem Wort „Dach“ wird „GDFK“

Aufgaben

  • Wo sind dir schon geheime Botschaften oder verschlüsselte Nachrichten begegnet? Notiere zusammen mit einem*r Lernpartner*in Situationen und Lebensbereiche, in denen so etwas eine Rolle spielt.
  • Betrachtet die beiden Filmbilder und lest den Dialog. Ordnet sie in den filmischen Kontext ein. Diskutiert, warum Alan sich für Rätsel und Geheimsprachen begeistert.
  • Welche Bedeutung hat Christopher für Alan während der Schulzeit und darüber hinaus?
  • Seht euch die Botschaft an, die Alan aufschreibt. Was lässt sich über die Art der Verschlüsselung sagen? Überprüft, ob es sich um die Cäsar-Methode handelt.
  • Verschlüsselt ihr selber eure Nachrichten? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?